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Naturfreibad in der Zitzenbach

Trotz einfacher Ausstattung und meist eher kühlem Wasser erfreut sich das Freibad sehr großer Beliebtheit bei den Badegästen. Schon am frühen Morgen trifft sich ein kleiner „Frühschwimmerclub" ab 16 Grad Wassertemperatur - bei Sonnenschein sind die Schattenplätze jedoch schnell rar. Für viele Ferndorfer gilt es als „kultig" im Schein der Dunkelheit auch mal nackt gebadet zu haben.

Wenn die Wasserfläche im Winter mal wieder zufriert, kann man prima Schlittschuh laufen und Eishockey spielen. In trockenen Sommern verringert sich der natürliche Zufluss aus dem Zitzenbachtal oft sehr stark, da durch den Kronprinz-Friedrich-Wilhelm Erbstollen und verschiedene Klüfte oberhalb das Wasser unterirdisch abfließt. Zur Verbesserung der Wasserqualität wirbelt die Freiwillige Feuerwehr das Wasser dann mit ihren Geräten auf und baut bei dieser Gelegenheit gelegentlich auch eine tolle Wasserseilbahn auf.            Der Eintritt ist frei !

Geschichte
Von einer Badeanstalt im Zitzenbachtal war erstmals 1920 die Rede, als der Ferndorfer Schulrektor Robert Flender die Körperertüchtigung der Jugend fördern wollte. 1927 wurde der Badeweiher mit Hilfe des freiwilligen Arbeitsdienstes gebaut. Die ehemalige Baubude wurde zur Umkleidehütte umfunktioniert und hölzerne Treppen führten an verschiedenen Stellen ins Wasser. Im Nichtschwimmerteil, der durch drei Holzpfähle abgegrenzt war, gab es einen Barfußweg aus Zementplatten. 

1960, als die Wittgensteiner Straße verbreitert wurde, befestigte man die Ufer mit den ausgebauten Bordsteinen und ersetzte die hölzernen Treppen durch verzinkte Stahltreppen. 1966 wurde dann der Rand des Nichtschwimmerteils betoniert, man ebnete die Liegewiese und das Bademeisterhäuschen mit Umkleidekabinen und Toiletten wurden gebaut. Unterhalb der Badeanstalt fließt das Wasser seitdem durch einen offenen Kanal. Wegen der hohen Fließgeschwindigkeit endet hier bislang der natürliche Fischaufstieg in der Zitzenbach.

Hier finden Sie viele aktuelle Bilder vom Freibad (mit Wasserseilbahn) 
und einen kurzen Film des WDR (Lokalzeit Siegen).

Holla di hi, holla di ho,
wir lieben die Zitzenbach,
sie macht uns froh.

Die Ruhe und Stille an diesem Ort,
Erholung, Erfrischung,
Vergnügen und Sport.

Die Zeit vergeht schnell,
man glaubt es ja kaum,
es fallen schon wieder die Blätter vom Baum.

Es herbstelt schon leise,
das ist leider wahr,
der Sommer vorüber für dieses Jahr.

Der Herbst und der Winter,
sie müssen auch sein,
der Frühling wird kommen mit hellem Schein.

Dann wird´s wieder munter
im Zitzenbachtal,
die Vögel, die Fische, die Frische ist da.

Wir Menschen,
wir brauchen noch etwas Zeit,
wir warten auf Wärme, dann sind wir bereit.

Hinein in das herrliche frische Nass,
wir freuen uns wie Kinder
und haben viel Spaß.

So ist es schon immer
seit langer Zeit,
Zitzenbach dich zu bewahren sind wir bereit.

Du bist ganz gewisslich
ein Stück Paradies,
und wer es nicht glaubt, komm her und genieß.

Frau Dröge, 81 Jahre
(im Herbst 2015)

 

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August 2007

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1990er Jahre [KF]

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Historische Fotos, von oben: 1930er Jahre [S DB],1948 [LK] und 1952 [GK]