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Die ältesten Fachwerkhäuser in Ferndorf

Im 16. und 17. Jahrhundert wurden die ältesten, heute noch bestehenden, Fachwerkhäuser in Ferndorf erbaut. Es folgten noch viele weitere Gebäude dieser Art bis dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Ära der massiv gebauten Ziegelgebäude begann. Viele der alten Gebäude stehen inzwischen unter Denkmalschutz.

Von 91 Wohnhäusern, die im preußischen Urkataster von 1835 erfasst wurden, sind heute noch 62 erhalten. Hier einige Beispiele aus der Dorfmitte:

Feldhoff"
1461 erstmals erwähnt als gräfliches Lehnsgut „vffm (uffem) Felde". Vermutlich nach der Lage etwas außerhalb des Ortes „auf dem Felde" benannt. Von 1611 bis 1828 Siegener Kirchengut, 1781/82 teilweise neu erbaut. Einer der vier Ferndorfer Urhöfe.

„Bawedds" / „Meddeälse" / Lissjes" 
„Bawedds": Um 1715 erbaut - früher „Vörn Älse". Benannt nach dem Vornamen Babette (Mutter des früheren Eigentümers Johann Jakob Flender) und früher vermutlich nach dem Vornamen Else bzw. der vorderen Lage. Bis um 1960 mit einem offenem „Pohl" (Wasserstau) der Irlenbach vor dem Haus, der für die Löschwasserversorgung, als Waschplatz und Viehtränke genutzt wurde. „Meddeälse": Um 1612 erbaut - Stammhaus der Familie Kleb. Benannt nach der Mittellage und vermutlich dem Vornamen Else. „Lissjes“: Scheune - 1842/43 zum Wohnhaus umgebaut. Seit 1978 Skandinavienboutique.

„Rürsdersch am Rääng“ - auch „Hoffmanns" und „Flännersch"
Um 1731/32 von Jost Henrich Flender & Maria Agnes (geb. Antoni) anstelle eines älteren sog. Vorgängerhauses erbaut. Benannt nach dem Beruf des Eisenrösters, sowie nach der Lage am „Rääng" (Feldrain, Ackergrenze). Die weiteren Hausnamen gehen auf den Beruf des Hof-Manns und den Familiennamen Flender zurück. Gehört zum 1470 erwähnten Fröhlichshof, der wahrscheinlich der Ferndorfer Urhof ist.

Eine Liste der ältesten Häuser können Sie hier herunterladen und weitere ausführliche Informationen sind in den Dorf Chroniken Bd. 1+3 zu finden.

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„Bawedds“ / „Meddeälse“ / „Lissjes“

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„Rürsdersch am Rääng“ [RB]