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Die Kaiserlinde auf dem Kindelsberg

Auf Grund eines fehlgeschlagenen Attentats auf Kaiser Wilhelm I. wurde 1878 im Rahmen einer großen patriotischen Feier die heute noch stehende Kaiserlinde gepflanzt und mit einem Eisengitter umgeben. Darauf ist ein wappenförmiges Schild mit Kaiserbildnis und Krone sowie der Inschrift „Kaiserlinde Kindelsberg 1878" angebracht. Zur Erinnerung fanden jährlich am Pfingstmontag Wanderungen auf den Kindelsberg statt. Auch heute noch werden ev. Gottesdienste am zweiten Pfingsttag nahe der „Waldesruh" gehalten und erfreuen sich nach wie vor guten Zuspruchs.

Kaiserlinde erhielt Windeln
... Vermutlich wird man damals, um eine sofortige optische Wirkung zu erzielen, eine wenigstens 5-jährige Pflanze verwendet haben. Im Spätsommer 2006 wäre die Linde danach 134 Jahre alt. Die Wuchsbedingungen sind offensichtlich nicht sehr gut, denn die Linde weist derzeit mit nur 12,2 m eine für ihr Alter ungewöhnlich geringe Höhe auf. Selbst auf schlechten Standorten sollte eine 130 Jahre alte Linde nämlich eine Mindesthöhe von 24 m haben. Dagegen liegt der Durchmesser in Brusthöhe mit 49 cm deutlich über dem erwarteten mittleren Durchmesser von 30 cm eines gleich alten Lindenbestandes. In den Jahren vor 2004 kränkelte die Linde zusehends. Sie hatte immer weniger Feinreisig, entsprechend eine schüttere, sehr transparente Krone und wies mehrere Stammwunden auf, weiterlesen

Kindelsberg und Linde in der Märchen- und Sagenwelt der Brüder Grimm
Hinter dem Geißenberg in Westfalen ragt ein hoher Berg mit dreien Köpfen hervor, davon heißt der mittelste noch der Kindelsberg, da stand vor alten Zeiten ein Schloß, das gleichen Namen führte, und in dem Schloß wohnten Ritter, die waren gottlose Leute. Zur Rechten hatten sie ein sehr schönes Silberbergwerk, davon wurden sie stockreich, und von dem Reichtum wurden sie so übermütig, daß sie sich silberne Kegel machten, und wenn sie spielten, so warfen sie diese Kegel mit silbernen Kugeln. Der Übermut ging aber noch weiter, denn sie buken sich große Kuchen von Semmelmehl wie Kutschenräder, machten mitten Löcher darein und steckten sie an die Achsen. Das war eine himmelschreiende Sünde, denn so viele Menschen hatten kein Brot zu essen. weiterlesen

Informationen zum Kindelsberg finden Sie auch bei Ferndorf heute, den Downloads und in der Festschrift zum 100. Geburtstag des "Turms" im Jahr 2007.

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Das Wappen von 1878

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Die Kaiserlinde im Jahr 2006

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Eine Ruine auf dem Kindelsberg, wie sie sich C. Kraphiel 1764 vorstellte