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03.05.2016

Autokorso: Damit eine Wirtschaftsregion Südwestfalens nicht ausblutet


Der Autokonvoi von Kredenbach nach Erndtebrück für einen Bau der Route 57 setzt sich in Bewegung. Die Strecke soll die Industrieregion Siegen und Wittgenstein fördern.Foto: Tobias Schürmann

Kredenbach. Der Autokorso von Kredenbach nach Erndtebrück will auf die Bedeutung für die Route 57 aufmerksam machen. Industrieunternehmen und Region sollen von einem Bau der Strecke profitieren. „Die Zahl der Teilnehmer ist nicht entscheidend“, sagt Hans-Peter Langer von der IHK Siegen. Und doch sind dutzende Menschen dem Aufruf zum gemeinsamen Autokorso in den Johannespfad in Kredenbach gefolgt. Entlang der rund eineinhalb Kilometer langen Straße sammelten sich die Unterstützer des Vereins Route 57, um gemeinsam in Richtung Erndtebrück zu fahren.

Es geht um Arbeitsplätze
Der Autokorso sollte zeitgleich zur Sitzung des Kreistags starten, der eine Resolution mit Forderungen im Beteiligungsverfahren des Bundesverkehrswegeplans 2030 verabschiedet. „Uns geht es darum, dass nicht nur Abgeordnete über den Bau entscheiden sollen. Viele Menschen in Siegen und Wittgenstein sind von der Entscheidung betroffen“, betont Langer.

Neben Unternehmen sind auch Privatpersonen und Anwohner beim „stillen Protest“ vertreten. „Ich bin beruflich jeden Tag auf der Strecke unterwegs, die Route 57 wäre eine enorme Zeitersparnis“, sagt Jürgen Kaltschmidt, der mit seinem LKW in der Mitte des Konvois steht.

Der Nutzen der Umgehung liegt auf der Hand: „Es geht um den Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Wir wollen nicht, dass die Region ausblutet“, erklärt Ingo Degenhardt, Regionsgeschäftsführer des DGB. Entlang der geplanten Route liegen Unternehmen wie Eisenbau Krämer, SMS Siemag sowie zahlreiche Logistik-Unternehmen. Es gehe darum, diese „Wertschöpfung zu wertschätzen“, so Degenhardt. Diese Unternehmen sind ein großer Baustein in der stärksten Wirtschaftsregion Südwestfalens.

Quelle: DerWesten, Tobias Schürmann (Bericht vom 30.04.2016)